{rezension} Von den Hütern der Schlange

Autor: Rebekka Mand
Verlag: Selfpublish
Einband: eBook // Seiten: 632 (TB)
ISBN: 978-3-7393-3958-0
Ersterscheinung: 2015

Reihe: Wikinger Saga
(1) Von den Grenzen der Erde (2) Von den Hütern der Schlange (3) Von den Herrschern der See

Meine Wertung:

Erhältlich unter anderem bei Thalia


 


Klappentext


„Die Vergangenheit findet dich, egal wie gut du dich versteckst. Und manchmal hat sie Zähne und Klauen.“
Lynn hat den Schatz ihres Vaters gefunden: Neun Rubine, versteckt unter dem Baum ihrer Ahnen. Ihr Geheimnis nimmt sie mit nach Jütland, wo sie bei Eiriks Familie endlich das Zuhause findet, nach dem sie sich so lange gesehnt hat. Aber sie kommt nicht zur Ruhe, denn die Steine tragen einen Fluch in sich, der Lynn in seinen Bann zieht. Sie verstrickt sich in einem Netz aus Lügen und Schuldgefühlen und erkennt dabei nicht, welches Unheil sich über ihr und Eirik zusammenbraut. Denn auch Lynns Vater Ríann hatte ein Geheimnis. Zwanzig Jahre lag es zusammen mit den Rubinen in der Erde Skotias begraben, beinahe vergessen. Doch nun wird es für Lynn zur tödlichen Gefahr.


Meine Meinung


Das war mal wieder ein Auf und Ab mit Lynn und Eirik. Nach den Grenzen der Erde wusste ich ja, dass da noch alte Probleme auf Eirik warten und für Lynn hoffte ich, dass sie bei ihm ein Zuhause findet. Aber sobald es so schien, als ob sich die Probleme zum Guten bzw. Zufriedenstellend gelöst haben, schaute ein neues Unheil vorbei. Und diese neuen Schwierigkeiten hat die Autorin nicht einfach so aus dem Hut gezaubert, sondern sie ergeben sich ganz logisch aus den Entscheidungen von Eirik und Lynn. Die beiden fand ich auch im zweiten Band sehr authentisch beschrieben.

Eirik hat mich mal wieder und sehr oft fürchtlich aufgeregt, obwohl ich den Kerl liebe. Er ist ein solch stolzer Dickkopf, der immer alles mit den Fäusten bzw. mit dem Schwert lösen will. Und auch Lynn hätte ich gerne mal zwischendurch besucht, um ihr einen Rat zu erteilen. Es passiert mir so selten, dass Protagonisten sich so in mein Herz schleichen und an meinen Nerven zerrren, aber Rebekka Mand hat das bei mir mit Lynn und Eirik erreicht.

Die Handlung wird diesmal auf zwei Zeitebenen erzählt. Wir erfahren wie Riann, der Vater Lynns zu den Rubinen gelangt ist und mit welchen Problemen er zu kämpfen hatte. Probleme, die auch Lynns Leben in naher Zukunft einholen und unglaublich viel Stärke von ihr abverlangen werden. Ihr Weg endet nämlich nicht bei Eiriks Familie, sondern das Geheimnis der Rubine bringt Unheil über alle und ein Schicksalsschlag folgt dem nächsten. Ich weiß, dass Lynn eine fiktive Person ist, aber ich fand es dennoch beeindruckend, dass sie ihren Weg weitergeht und immer wieder Hoffnung findet. Das vermittelt auch eine schöne Botschaft an den Leser: Niemals die Hoffnung aufgeben.

Zwischendurch habe ich Rebekka auch mal verflucht, weil ich mir so sehr ein Happy End für die beiden gewünscht habe, aber es einfach nicht in Sichtweite war, und weil Rebekka für die Authentizität der Geschichte nicht nur die Gegner über die Klinge springen lässt. Die Flüche habe ich natürlich direkt danach zurückgenommen. Ich gestehe, dass ich vor dem Dritten Band etwas Angst habe, aber ich erwarte es mit Spannung. Schließlich will ich wissen, was da noch auf Lynn und Eirik zukommt. Ob es eine Zukunft für die beiden zusammen gibt oder ob die Götter etwas anderes vorhaben.



Fazit


Der zweite Teil der Saga hat meiner Gefühlswelt ein Auf und Ab beherrscht und ich kann gar nicht erwarten zu erfahren, wie es weitergeht. Eine tolle Fortsetzung, die dem ersten Band in nichts nachsteht.


 

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