{blogtour} Mein Jarl! Sprecht Recht!


Willkommen zum heutigen Tag der "Grenzen"-Saga-Blogtour!


Wie ihr vielleicht schon vom Titel her ableiten könnte, will ich euch heute etwas über das ðing erzählen.

Das ðing ist eine Versammlung, die an einem besonderen, oftmals heiligen Ort, abgehalten wird. Je nach Größe und Anreisezeit des Stammes wurde das ðing monatlich oder jährlich abgehalten. Auch konnte es bei besonderen Anlässen spontan einberufen werden. Das ðing dauerte drei Tage und war gleichermaßen ein religiöses und soziales wie gerichtliches und politisches Ereignis. Während des ðings galt der Thingfriede mit Waffenverbot. Den Vorsitz über das ðing hatte der König selbst oder ihm tributpflichtige Herrscher, die Jarle.

Auch Eirik Karrsson treffen wir als erstes auf dem ðing - zur Zeit des Herbstmondes.
Am nächsten Tag erreichten sie die Versammlung. Der Platz, auf dem das ðing abgehalten wurde, war ein geweihter Ort. Um das Felsplateau herum hatten sich unzählige Sippschaften mit Weibern, Kindern, Mägden und Knechten eingefunden, die Waren, Vieh und Sklaven feilboten. Jeder versuchte, vor dem Winter noch Gewinn zu machen, Beziehungen zu pflegen und Hochzeiten anzubahnen, bevor der tiefe Schnee alle Geschäfte und gesellschaftlichen Ereignisse zum Erliegen brachte.
(Von den Grenzen der Erde)
Beim ðing werden wichtige öffentliche Angelegenheiten besprochen, Gesetze verabschiedet und Recht gesprochen. Es verläuft nach genauen Regeln und die Teilnahme ist nur freien, waffenfähigen Männern gestattet.
Auch jetzt noch rumpelten Karren heran, die in aller Frühe zum Gerichtstag anreisten. Heute wurden die unwichtigen Fälle besprochen wie Nachbarschaftsstreits, geplante Ehen oder Scheidungen. Erst Morgen würde es richtig voll werden, wenn Mord, Totschlag und Diebstahl verhandelt wurden. Und am letzten Tag des ðing würde Jarl Ragnar verkünden, wohin die víking sie im nächsten Sommer führen würde.
(Von den Herrschern der See)
Wurde ein Mann eines Verbrechens angeklagt und vom ðing schuldig gesprochen, konnte er mit Geldstrafen, Folter, Verbannung oder im schlimmsten Fall mit dem Tode bestraft werden. 
 Bei mittleren Vergehen wurden häufig Geldbußen verhangen, die von der geschädigten Familie bestimmt wurden. Allerdings konnte der Angeklagte auch auf einen Zweikampf bestehen, um seine Unschuld zu beweisen. Wenn er siegte, war das ein Zeichen der Götter, dass er im Recht sei.
 Einer der bóndis trat vor und erklärte die Regeln. Es wurde gekämpft mit Schwert und Dolch, aber ohne Schild. Wer als Erster blutend zu Boden ging, hatte verloren und musste sich dem ðing beugen.
(Von den Grenzen der Erde)
Schwere Vergehen, wie beispielsweise Mord, wurde oftmals durch Blutrache gerächt. Das heißt der Täter wurde ermordert. Hierbei bestand die Gefahr, dass es zu einer Blutfehde zwischen den Familien ausartet.
Allerdings können Täter auch aus der Gemeinschaft verbannt werden, wenn die Tat zu schwer war, um wiedergutgemacht werden zu können. Eine Verbannung wurde normalerweise für drei Jahre verhängt. Der Verbannte verlor damit alle Rechte als freier Mann und durfte ungestraft ausgeraubt und getötet werden. Dagegen galt die Friedlosigkeit als endgültige Ächtung, und bedeutete den völligen Ausschluss aus der Gesellschaft. Er wurde zum vargr, zum Wolf, und darf von niemanden aufgenommen, mit Nahrung versorgt oder befördert werden.

Auch Eirik trifft der Fluch des vargrs.
"Aber jetzt bist du ein vargr, ein Ausgestoßener!"
"Nur, wenn ich auf dem
ðing dazu verurteilt werde! Svanas Worte sind doch nur Worte."
(Von den Grenzen der Erde)
Und auch bei Lynns erstem Besuch auf dem ðing geschieht etwas, was ihre Zukunft stark beeinflussen wird, aber um herauszufinden, was das ist, müsst ihr die Bücher in die Hand nehmen und selber lesen.


Morgen geht es weiter bei Book-Cats, die euch etwas über den Weg in die Totenwelt erzählt.



***GEWINNSPIEL***


Beantwortet eine einfache Frage auf einem oder mehreren der teilnehmenden Blogs und schon seid ihr dabei! Auf je mehr Blogs ihr eure Antworten hinterlasst, umso größer sind natürlich die Gewinnchancen.

Die heutige Frage lautet:
Wie würdet ihr Euer Anliegen dem Jarl beim ðing vortragen? Formuliert eine kurze Ansprache.

Und das könnt ihr gewinnen:

1. Preis: 
Eine signierte Printausgabe eines Bandes der Grenzen-Saga nach Wahl!

2. Preis: 
Ein "Goodie-Überraschungspaket" mit Leseproben, Lesezeichen, Postkarten und der einen oder anderen Überraschung ausgewählter Qindie-Autoren!


Teilnahmebedingungen:
Das Gewinnspiel beginnt am 15.09. endet am 24.09.2017 um 23:59 Uhr.
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren oder ab 14 Jahren mit der Erlaubnis der Erziehungsberechtigten möglich.
Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Teilnahmeberechtigt sind Personen mit einer Versandadresse innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet.
Der Gewinner wird am 25.09. nach dem Zufallsprinzip ermittelt und auf dem Blog von Rebekka Mand bekannt gegeben.
Keine Barauszahlung des Gewinns.
Kein Ersatz bei Verlust/Beschädigungen auf dem Postweg.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Kommentare:

  1. Hallo
    Als erstes mit sehr viel Ehrfurcht, ich würde mit sehr viel Respekt den geweihten Ort betreten.
    Die Wortwahl ist jetzt schwieriger:
    Sehr geehrtes ðing (da ich nicht weiß wie und wen man da anspricht)
    Ich komme zu euch weil mir Unrecht widerfahren ist und ich um Eure Hilfe ersuche.....
    Oh Gott ich hoffe das wird mir nie wirklich passieren (so geschwollen kann kein Mensch reden)
    LG Manu

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  2. Sehr geehrter Jarl von ðing.
    Wäre mein Anliegen nicht von größter Dringlichkeit würde ich tunlichst vermeiden eure Zeit zu beanspruchen,doch mir wurde unrecht getanund ich hoffe ehrenhaft um eure Hilfe um mir zur helfen!

    LG jenny

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