{rezension} Das Juwel von Ized - Die Macht der ersten Nacht

Autor: Esther Bravar
Verlag: Selfpublish
Einband: Taschenbuch // Seiten: 405
ISBN: 978-3956671104
Erschienen: 2014

Reihe: Das Juwel von Ized
(1) Die Macht der ersten Nacht (2) Die Prinzen aus Gupan (3) Priester im Land Emeishan

Meine Wertung: 


Dieses Buch habe ich über die Seite "Wanderbuch-Rezensionen" erhalten!



Klappentext


Der junge Atesch ist der neue Herrscher und oberste Magier von Ized denn auf Wunsch seines Ziehvaters und Freundes hat er sich an den Kämpfen um dieses Amt beteiligt und sich als Sieger behauptet. Nur so konnte verhindert werden, dass der intrigante Lord Reito die Macht im Land übernimmt. Doch das Leben im Mittelpunkt der Gesellschaft passt eigentlich nicht zu Atesch. Im Herzen ist er Krieger und es zieht ihn in die Ferne zu neuen Abenteuern. Als plötzlich einige Dörfer an der Grenze zum benachbarten Nenok überfallen und zahlreiche Menschen entführt werden, ergreift der Magier die Gelegenheit und zieht aus, um die Vermissten zu retten. Im fremden Land angekommen kann er bewirken, dass seine Leute freigelassen werden. Gleichzeitig muss er überrascht feststellen, wie der Kuss einer Magierin den Krieger in ihm beruhigt und den Wunsch nach Sesshaftigkeit hervorruft. Und ihm kommt nun eine besondere, aber auch gefährliche Aufgabe zu: Er muss mit den Magierinnen von Nenok Nachkommen zeugen ...


Meine Meinung


Den Klappentext fand ich sehr interessant  und auch andere Rezensionen ließen auf eine tolle Geschichte hoffen. Ich wollte erfahren, wie es Atesch gelingt, seine Leute zu retten, Lord Reitos Intrigen zu erkennen und warum es so gefährlich ist, mit den Magierinnen Kinder zu zeugen. Leider konnte mich die Geschichte selbst nicht überzeugen.

Der Schreibstil fiel mir zu Beginn schon auf. Lord Reito belegt dort sein Pferd mit Magie, um es unsichtbar und unhörbar zu machen. Meiner Meinung nach in einem Satz erklärbar. Hier wurde jedoch eine komplette Seite dafür benutzt, um es doppelt und dreifach zu erklären wieso, weshalb und wie das Pferd geschützt wird. Und das findet man sehr oft in diesem Roman wieder. Dinge und Probleme werden immer wieder wiederholt und neu erklärt. Und es waren keine komplizierten Sachen, sondern Problematiken, die ich schon beim ersten Lesen verstanden habe. Dies machte das Lesen teils langatmig und ich gestehe, dass ich unter anderem deswegen Seiten nur überflogen habe. Ansonsten ließ es sich aber flüssig lesen, wenn man das ständige "Knurren" der Männer und Frauen überliest. Ich kann mir unter "knurren" so gar nichts vorstellen, vor allem wenn es in jeder Situation - egal ob beim Sex oder Reden oder sonst wo - zu hören sein soll.

Aber auch die Handlung selber sorgte nicht dafür, dass ich gebannt an den Seiten klebte. Lord Reito und seine Intrigen waren so gut wie nicht vorhanden und spielten zumindest hier im ersten Band bis auf die Geschehnisse im ersten Kapitel keine wichtige Rolle. Und auch eine andere Person, die Böses plant, ist in meinen Augen nur eingeführt worden, um Dinge für den Folgeband in die Wege zu leiten.
Atesch und die Probleme, die ihm in Land Nenok erwarten, hätten meiner Meinung nach richtig spannend werden können, aber alles wurde super schnell gelöst, keiner war wirklich böse oder hinterhältig und einige Sachen wurde mir zu positiv dargestellt. Besonders am Ende habe ich geschluckt und mich gefragt, warum das niemand laut hinterfragt, sondern stattdessen andere auch noch ermutigt werden.


Die Probleme der Magierinnen wurden gelöst, weil Atesch in deren Bibliothek zufällig das richtige Buch liest. Lesen die nicht selber? Haben die Magierinnen nicht selber versucht, herauszufinden, warum die Männer sterben? Warum nicht? Ich hätte es vielleicht glaubwürdiger gefunden, wenn Atesch Wissen aus seiner Heimat mit dem der Magierinnen verbunden hätte und es so zur Lösung kam, aber die Lösung lag ja direkt vor deren Nase. Sie hätten nur mal ihre eigene Bibliothek befragen müssen. Es tut mir Leid, aber für mich war das unglaubwürdig.
Ein weiteres Problem für mich war das Verhalten der anderen Magier. Da wird ihr Oberster Lord entführt, kehrt nach Wochen mit Magierinnen zurück, erzählt, dass er Freiwillige sucht, die mit hunderten Frauen Sex haben und dieser Sex abhängig macht. Es sogar zu Entzugserscheinungen kommt. Und niemand sagt etwas dagegen? Alle lassen die jungen Männer ziehen und damit in etwas laufen, was in meinen Augen einer Drogensucht gleichkommt? Wenn man bedenkt, dass der Sex tödlich enden kann, wenn man gewisse magische Dinge nicht beherrscht, macht es die ganze Sache auch nicht besser. Es wird so nebenbei erwähnt, aber es scheint niemanden wirklich zu stören. Die Frauen sind ja schießlich atemberaubend schön und haben eine starke Anziehungskraft. Das fand ich beim Lesen so merkwürdig.

Ich fand auch, dass Atesch zu wenig inneren Konflikt austrägt. Ich meine, er ist doch verliebt und soll trotzdem mit vielen, vielen Frauen regelmäßig Sex haben. Es ist ja schön, dass er das pragmatisch beurteilt und eine gewisse Sache, die ich im Spoilerabschnitt erwähne, hilft da sicher auch, aber mir fehlten da wirklich die Emotionen. Die Männer können doch nicht nur eine schöne Frau sehen (übrigens waren alle Magierinnen anscheinend wunderschön) und dann nur noch an Sex denken. Es tut mir leid, aber da haben mir zu viele Männer das Hirn ausgeschaltet und es auch nicht wieder angeschaltet.

Und das gab es da noch ein paar gesellschaftliche Fragen, die ich mir beim Lesen stellte und für die ich keine ausreichende Erklärung fand.


Fazit


Der Klappentext und andere Rezensionen haben bei mir Erwartungen hervorgerufen, die leider nicht erfüllt wurden. Die Personen blieben mir zu oberflächlich und die Handlungen und Lösungen teils zu unlogisch. Für mich ist diese Reihe leider nichts und ich kann sie auch nicht weiterempfehlen.



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