{rezension} Gwenyn und Karney

Autor: Monja Schneider
Verlag: Selfpublish
Einband: Taschenbuch // Seiten: 428
ISBN: 9781532801303
Erschienen: 11.2016

Reihe: Legenden von Gearran
(1) Gwenyn und Karney (2) Tonia und Lesley

Meine Wertung: 

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Klappentext


Er ist der Kronprinz seiner Heimat, ein mutiger Führer seiner Krieger. Sie ist die Tochter des verfeindeten Königs, belesen und entschlossen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
Als Karney, Prinz von Gearran, zusammen mit seinem Bruder in Gefangenschaft gerät, schließt er innerlich mit seinem Leben ab. Unerwartete Rettung kommt von Prinzessin Gwenyn. Da ihre Stiefmutter ein eigenes Kind erwartet, muss Gwenyn um ihr Leben und das ihres Bruders fürchten. Für die Flucht zu ihrem Onkel scheint Karney ihr als Beschützer auf dem langen, beschwerlichen Weg bestens geeignet. Sie kann nicht ahnen, dass eine ganz andere Art von Gefahr von ihm ausgeht, eine Gefahr für ihr Herz.


Meine Meinung


Die Geschichte um Gwenyn und Karney hörte sich sehr gut an und begann auch gut, aber je länger ich las, desto weniger Lust hatte ich auf die Geschichte. Das änderte sich leider auch bis zum Ende nicht mehr. Dabei gefiel mir die Grundidee sehr. Eine Prinzessin, die um ihr Leben fürchten muss und ein Prinz, der ihr das Leben retten könnte, obwohl ihre Völker verfeindet sind.

Jeder hat andere Ansprüche an Fantasyromane und ich liebe es, wenn die Welt und der Weltenaufbau für mich authentisch klingen. Hier haben mich Kleinigkeiten gestört. Der Grund der Feindschaft kann ich noch nachvollziehen. Wenn man diese pflegt, ist Hass leicht zu schüren. Allerdings habe ich nicht verstanden, warum in beiden Völkern nichts mehr über die anderen gelehrt wird, außer die Geschichten der Grausamkeiten. Weder Kultur noch Sprache. Dabei sollte man seinen Feind doch kennen. Vor allem die Sprache. Wie soll man denn sonst Gefangene verhören oder als Spitzel tätig sein? Nicht nur die einfachen Leute waren darin ungebildet, sondern auch der Adel. Was in meinen Augen unlogisch war. Da hat auch die dritte Sprache, die "den Edlen und Vornehmen" eigen ist, nicht geholfen.
Ebenso die Religion. Es wird mir darüber zu wenig erzählt. Ich erfuhr zwar, dass es zwei Götter gibt, der eine böse, der andere gut, aber mehr als eine bestimmte Gefahr für Karney wird nicht näher erläutert. Auch wurde hin und wieder erwähnt, dass es Unterschiede in den Kulturen gibt, aber wirklich darauf eingegangen wurde nicht.

Der größte Teil der Handlung bezieht sich auf die Beziehung zwischen Karney und Gwenyn und den Tagesablauf ihrer Flucht. Bei Gwenyn und Karney habe ich Karney bevorzugt. Gwenyn wurde mir mit der Zeit zu zickig, auch wenn ich verstand, dass sie sich nicht in einen verfeindeten Prinzen verlieben möchte. Symphatiepunkte hat sie dafür nicht bei mir gesammelt. Allerdings war sie keine verhätschelte Prinzessin, sondern hat was im Köpfchen. Sie ist zwar ein Dickkopf, aber sie erkennt ihre Fehler im Nachhinein. Das gab wieder Pluspunkte.

Der Tagesablauf ermüdete mich jedoch. Irgendwie verlief es immer gleich. Gwenyn ist genervt davon, dass Karney zur Eile treibt und die anderen auf ihn hören. Karney versteht nicht, warum Gwenyn nicht versteht, dass man auf einer Flucht nicht trödeln darf und ihr Verhalten reizt ihn. Dann passiert irgendwas und am Ende des Tages versorgen sie ihre Wunden, aber sind immer noch genervt voneinander.
Die Geschichte wird nur aus der Sicht von den beiden erzählt, was ich schade fand.  Ich hätte sehr gerne gewusst, wie Karneys Vater mit dem Glauben, dass er seine Erben verloren hat, umgeht. Oder wie Gwenyns Vater und ihre Stiefmutter auf ihre Flucht reagieren. Wissen sie, dass es Gwenyns Idee war oder glauben sie an eine Entführung? Nutzt die Königin dies für ihre Zwecke aus? Eine weitere Sichtweise hätte für mich mehr Abwechlsung in die Geschichte gebracht. Und vielleicht hätte mir das Lesen dann auch mehr Spaß gemacht.




Fazit


Leider konnte mich Gwenyn und Karney nicht überzeugen. Die Handlung war mir nicht spannend genug und auch der Weltenaufbau konnte mich nicht überzeugen, sondern erweckte bei mir mehr Fragen als Antworten.



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