{rezension} Die Gabe der Könige

Autor: Robin Hobb
Verlag: Penhaligon
Einband: ebook // Seiten: 608 (print)
ISBN: 978-3-7645-3183-6
Erschienen: 08.2017

Reihe: Die Chronik der Weitseher
(1) Die Gabe der Könige (2) Der Bruder des Wolfs (3) Der Erbe der Schatten

Meine Wertung: 


Vielen Dank an Penhaligon für das Rezensionsexemplar!



Klappentext


Fitz ist ein Bastard, der Sohn eines Prinzen und eines Bauernmädchens. Doch schon in jungen Jahren nimmt ihn der König in seine Dienste. Noch ahnt Fitz nicht, was er für seine Treue aufgeben muss – seine Ehre, seine Liebe, sogar sein Leben! Denn die Intrigen bei Hofe sind mannigfaltig, und Fitz kann seine Augen nicht vor dem drohenden Unheil verschließen, das dem Reich droht. Doch da befiehlt ihm der König, genau das zu tun. Fitz muss sich entscheiden: Wird er gehorchen oder seinem eigenen Gewissen folgen?


Meine Meinung


"Die Chronik der Weitseher" ist eine Neuauflage von Robin Hobbs "The Farseer Trilogy", welche schon im Bastei Lübbe Verlag sowie im Heyne Verlag auf Deutsch erschienen ist. Als ich das gelesen habe, dachte ich mir, wenn drei Verlage diese Reihe toll finden, dann kann ich ja gar nichts falsch machen, wenn ich es lese. Und sie haben recht. Der erste Band hat mich begeistern können und ich freue mich schon auf die Fortsetzungen.

Die Geschichte wird von einem Ich-Erzähler geschrieben und liest sich wie eine sehr gute und anschauliche Biografie. Zumindest stelle ich mir so Biografien vor, die ich verschlingen würde. Wir tauchen mit dem Erzähler in seine Kindheit und Jugend und erleben, wie er als 6-jähriger allein und unwillkommen als Bastard an den königlichen Hof kommt. Sein Erscheinen bringt Ereignisse ins Rollen, die das ganze Königreich betreffen.

Ich persönlich finde die Ich-Perspektive sehr anspruchsvoll zu schreiben und schraube daher meine Erwartungen an den Schreib- und Erzählstil meistens direkt herunter, aber hier war ich sehr schnell sehr positiv überrascht. Robin Hobb kann diese Perspektive wunderbar schreiben. Nie hatte ich das Gefühl, dass der Erzähler gewisse Dinge nicht wissen konnte oder war genervt vom "ich".

Die Story ist nicht wirklich derart geschrieben, dass ich gebannt davor saß und mit dem Helden mitfieberte und betete, dass er den Kampf oder dies und jenes überlebt, aber das störte mich nicht. Ich wusste, dass hier ein älterer Mann die Geschichte seiner Jugend reflektiert erzählt. Und diese Art des Erzählens hat mich mitreißen können.

Trotzdem soll das jetzt nicht heißen, dass die Geschichte selbst langweilig war. Wir lesen wie ein Junge ohne Namen versucht einen Platz in der Welt zu finden und dabei vom König selbst zu einem Werkzeug gemacht wird. Seine besonderen Gaben, über die ich in den nächsten Bänden hoffentlich mehr erfahre, machen ihn zu einem wertvollen, aber auch gefährlichen Mann, ohne dass er als Kind wirklich begreifen kann, wovor die Erwachsenen sich fürchten. Er hat wenige Freunde, aber dafür viele Feinde und ich bin wirklich gespannt, wie sich sein Leben nach den Geschehnissen im ersten Band weiterentwickeln wird. Und natürlich ob sich das Königreich gegen die Gefahren von jenseits des Meeres behaupten kann und wie die Intrigen des Hofes sich weiterentwickeln.


Fazit


Eine unglaublich gut geschriebene Geschichte. Sie war zu Beginn zwar etwas ausschweifend erzählt und ich wusste nicht genau, warum ich das jetzt alles so genau wissen muss, aber im Laufe des Lesen wurde ich immer mehr in das Leben von Fitz gezogen und kann es gar nicht mehr erwarten den zweiten Teil der Trilogie zu lesen.



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