{rezension} Zarin Saltan

Autor: Katherina Ushachov
Verlag: Selfpublish
Einband: ebook // Seiten: 138
ISBN: 9781975775254
Erschienen: 09.2017

Reihe: Märchenspinnerei
(1) Der Axolotlkönig  (2) Ein Mantel so rot (3) Hollerbrunn (4) Kein Schnee im Hexenhaus
(5) Im Bann der zertanzten Schuhe (6) Leuchtendschwarzer Rabenmond (7) Meerschaum  
(8) Zarin Saltan (9) Der siebte Sohn (10) ...
Bücher sind unabhängig voneinander lesbar

Meine Wertung: 
 


Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!



Klappentext


Ein begehrter Junggeselle
Drei Konkurrentinnen
Ein magisches Eichhörnchen
Als die Slawistikstudentin Anna von ihren besten Freundinnen heimlich bei einer russischen Datingshow angemeldet wird, ahnt sie nicht, dass sie dort dem Kaviarzar Viktor begegnet. Ganz überraschend wählt er sie aus und Anna ist damit nur einen Schritt entfernt von einem Leben wie im Märchen. Doch Neid und Missgunst lassen den Traum bald zum Albtraum werden und sie braucht jede Hilfe, die sie bekommen kann. Selbst wenn diese magisch ist und die Helfer merkwürdig anmuten.
„Zar Saltan“ in neuem Gewand – Im 8. Band der Märchenspinnerei erzählt Katherina Ushachov die altbekannte Geschichte von Feindschaft, Eifersucht und Oberflächlichkeiten in einem modernen Setting neu und lässt dabei jene Figur zu Wort kommen, die im Original untergeht: die Zarin.


Meine Meinung


Ich finde es ein bisschen schwer meine Gefühle für dieses Buch in Worte zu fassen. Ich kenne bisher nur ein weiteres Buch, welches im Rahmen der Märchenspinnerei erschienen ist, und dieses liebe ich. Ich bin daher mit hohen Erwartungen an Zarin Saltan gegangen und war schnell ziemlich überrascht und leicht enttäuscht, dass es nicht dieselbe Tiefe aufweist wie das andere Buch aus der Märchenspinnerei. Zusätzlich sei auch gesagt, dass ich das Originalmärchen kenne.

Die Geschichte bleibt meiner Meinung nach sehr oberflächlich. Ich habe überhaupt kein Problem mit der Schnelligkeit der Liebesgeschichte gehabt und auch die Zeitsprünge und die Raffung der Geschehnisse dazwischen störten mich nicht, aber mir persönlich blieben die Gefühle aller beteiligten Personen zu fremd. Bei Originalmärchen habe ich damit gar kein Problem. Aber bei Adaptionen, die ja auch viel mehr Inhalt haben und in diesem Fall auch in unsere Zeit gesetzt wurde, kann ich mit fehlender Tiefe nur schwer leben. Da fehlt mir einfach was beim Lesen.

Die Geschichte wird aus Viktors und Annas Sicht erzählt. Und das fand ich auch sehr schön. Aber ihre Liebe kam bei mir nicht an und vor allem im letzten Teil der Geschichte, als Anna ihren magischen Helfer kennenlernte, ging alles so schnell und ich bin ehrlich gesagt nicht ganz mitgekommen. Vor allem wieso Anna und ihr Helfer genauso handeln müssen, um ihr und dem Helfer zum Glück zu verhelfen, habe ich nicht verstanden. In diesem Abschnitt fand ich aber auch die meisten Parallelen zum Original, was toll war.

Ich bin nur Leser und die Autorin hat sich sicherlich viel dabei gedacht, wie sie ihre Geschichte aufbaut und erzählt, was ich mir allerdings sehr gewünscht hätte, wäre eine genauere Betrachtung des Neides von Annas Gegnern gewesen. Man ahnt ja als Leser eher als die Protagonisten wer dahinter steckt, aber über deren Motive hätte ich wirklich gerne mehr erfahren. Es passt zwar sehr zum Originalmärchen, aber irgendwie war mir das zu wenig erklärt bzw. ich hätte mir mehr Abschnitte über die Versuche Viktor von Anna zu trennen gewünscht.


Fazit


Originalmärchen sind oberflächlich. Von Adaptionen erwarte ich mehr. Leider konnte mich Zarin Saltan in Hinsicht auf Tiefe nicht überzeugen. Ansonsten war es vom Schreibstil sehr schön geschrieben. Und auch die Parallelen zum Originalmärchen waren toll, besonders weil es doch anders verläuft als dort.





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